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Alfred Adlers

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:::1870:::::::1900:::::::1910:::::::1920:::::::1930:::::::1940:::


© 2005 Dr. Brigitte Sindelar - Design by Subsolutions





 

 

 

 

 

 

 

 

 







1870 Am 7. Februar 1870 wurde Alfred Adler in Wien als zweiter Sohn von sechs Kindern eines jüdischen Getreidehändlers aus dem Burgenland geboren. Später konvertierte Adler zum Protestantismus. Die Familie lebte in der Wiener Vorstadt, im 15. Bezirk. Adler war ein kränkelndes Kind, litt an Rachitis und Stimmritzkrämpfen, konnte erst mit vier Jahren laufen. Mit fünf Jahren hatte er eine lebensbedrohliche Lungenentzündung.
Der Tod des jüngeren Bruders und seine eigene schwache Gesundheit ließen ihn als Kind zur Entscheidung kommen, Arzt zu werden, wie er selbst in seinen Kindheitserinnerungen beschreibt, um die Furcht vor dem Tod zu überwinden.

1888 Matura, Immatrikulation an der Wiener Universität, Studium der Medizin

1895 Promotion zum Dr. med. Ausbildung zum Augenarzt, später zum Internisten und Neurologen

1897 Heirat mit Raissa Timofejevna Epstein, die politisch – feministisch – sehr aktiv war.
vier Kinder: Valentine, Alexandra, Nelly, Kurt (Alexandra und Kurt arbeiten später als Psychiater und Psychotherapeuten in New York)

Bild von Raissa
Raissa Timofevna Epstein, Alfred Adlers Ehefrau

1898: „Gesundheitsbuch für das Schneidergewerbe“
Geburt von Valentine

1899: Eröffnung einer allgemein-medizinischen Arztpraxis in Wien.
Adler lernt Freud kennen.

1901 Geburt der Tochter Alexandra, die später als Psychiaterin, medizinische Leiterin der »Alfred Adler Mental Hygiene Clinic« in New York und langjährige Präsidentin der »International Association of Individual Psychology« das Werk Adlers weiterführt.

1902 Adler schließt sich auf Einladung Freuds dessen Diskussionskreis »Mittwochsrunde« an.

1904 Adler entwickelt die Grundlagen seiner Erziehungslehre „Der Arzt als Erzieher“. Übertritt vom jüdischen zum evangelischen Glauben.

1905 Geburt des Sohnes Kurt, der später als Psychiater zusammen mit Alexandra das »Alfred Adler Institut« in New York, eine psychotherapeutische Ausbildungsstätte, gründete und deren langjähriger Direktor war.

______Bild von Raissa und Kindern
Raissa mit Kindern Valentine, Alexandra, Nelly & Kurt

1907 „Studie über die Minderwertigkeit von Organen“
Alfred Adler wird damit zu einem Pionier der Psychosomatik. Der Begriff „Organminderwertigkeit“ wird Ausgangspunkt eines medizinischen und tiefenpsychologischen Ansatzes zum Verständnis über die Selbstregulationsmöglichkeiten des Körpers und der Psyche.

1910 Obmann (Präsident) der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung. Herausgeber zusammen mit Wilhelm Stekel des „Zentralblatts für Psychoanalyse“

1911 Adler hält zwei Vorträge in der Psychoanalytischen Vereinigung, die die Freudsche Sexualtheorie der Neurose in Frage stellen: „Zur Kritik der Freudschen Sexualtheorie des Seelenlebens“
Adler wird daraufhin zum Austritt gedrängt und gründet die „Gesellschaft für freie Psychoanalyse“, die schon bald in „Gesellschaft für Individualpsychologie“ umbenannt wird.

1912 Über den nervösen Charakter - Grundzüge einer vergleichenden Individualpsychologie und Psychotherapie“ erscheint, eine umfassende Darstellung der Aussagen Adlers über die neurotische und normale Psyche. Die Untersuchungen Adlers führen zu einer ganzheitlichen Anschauung des Menschen. Erst die Kenntnis des unbewussten Lebensplan ermöglicht das Verständnis des jeweiligen Menschen.

____________.__Bild von Adler inm Stuhl

1913 „Heilen und Bilden“ : ein Sammelband von Aufsätzen Adlers und seiner Mitarbeiter wendet sich an Ärzte und Pädagogen mit der Absicht einer prophylaktischen Neurosenverhütung.

1914 Gründung der „Zeitschrift für Individualpsychologie“ zusammen mit Carl Furtmüller.

1915 Ablehnung der Habilitationsarbeit vom Professorenkollegium der Wiener Medizinischen Fakultät.

1914-16 Adler ist zwei Jahre lang bis zum Kriegsende als Militärarzt in Krakau, Brünn und Wien tätig.

1920 „Praxis und Theorie der Individualpsychologie – Vorträge und Einführung in die Psychotherapie“ erscheint. Lehrtätigkeit am Pädagogium der Stadt Wien, Errichtung von rund dreißig Erziehungsberatungsstellen in Wien. Aufbau eines Netzes von Erziehungsberatungsstellen in Wien, denen später individualpsychologisch geführte Kindergärten und eine Versuchsschule folgen.

1922 Erster Internationaler Kongress der Individualpsychologen in München.

1923 Das erste Heft „Internationale Zeitschrift für Individualpsychologie“ erscheint.

1924 Ernennung Adlers zum Professor am Pädagogischen Institut (Fachbereich Heilpädagogik) der Stadt Wien.

____Alfred Adler mit Kurt, Nelly, Sophie Lazarsfeld und Freunden
Alfred Adler mit Kurt, Nelly, Sophie Lazarsfeld und Freunden

1926 „ Handbuch der Individualpsychologie“ : Unter der Schriftleitung von Erwin Wexberg werden durch Mitarbeiter Adlers die verschiedenen Aspekte der Individualpsychologie behandelt.
Erste Amerikareise Adlers. Gastprofessor an der Columbia University.

1927 „Menschenkenntnis“: eine Mitschrift von Vorträgen Adlers an der Volkshochschule Wien erscheint. Das Buch vermittelt einen allgemein verständliches Bild der Individualpsychologie.

1929 Problems of Neurosis“ und „The Science of Living“ erscheinen als erste von Adler in englisch geschriebene Bücher.
Adler wird medizinischer Leiter am Mariahilfer Ambulatorium, einer Poliklinik für Neurosenbehandlung.
„Individualpsychologie in der Schule“

1930 „Die Seele des schwer erziehbaren Kindes“; „Das Problem der Homosexualität“
Aus Anlass seines 60. Geburtstags wird er zum (Ehren-) Bürger Wiens ernannt.
5. Internationaler Kongress für Individualpsychologie in Berlin mit über 2000 Teilnehmern.

_________Alfred Adler als Vortragender in Berlin
______Alfred Adler als Vortragender in Berlin

1932-33 individualpsychologische Vereinigungen in 16 Ländern. Formale Übersiedlung nach New York. Tätigkeit als Psychotherapeut und Vortragsredner.
Lehrstuhl für Klinische Psychologie am Long Island Medical College.

1933 „Der Sinn des Lebens“ In seinem letzten größeren Werk zeigt Adler den Konflikt zwischen subjektiver Sinngebung und objektivem Sinn. Seelische Krankheiten werden als Symptome von Konflikten des einzelnen mit der Gemeinschaft dargestellt.
„Religion und Individualpsychologie“

1935 Gründung des „International Journal of Individual Psychology“ (amerikanische Ausgabe).
Übersiedlung von Raissa und den Kindern Adlers nach New York.

1937 Adler stirbt am 28. Mai in Aberdeen, Schottland, während einer Vortragsreise an einem Herzinfarkt.

1939 Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich wird der Verein am 26.1.1939 von Amtes wegen aufgelöst.

1946 Der Verein für Individualpsychologie« wird in Wien wiedererrichtet.

Alfred Adler 1870-1937Alfred Adler mit Sohn Kurt und Tochter Alexandra 1936Kurt Adler 1905-1997

Links: Alfred Adler 1870-1937
Mitte: Alfred Adler mit Sohn Kurt und Tochter Alexandra 1936
Rechts: Kurt Adler 1905-1997

 
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