| _______________________________ | Individualpsychologie |
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Das Menschenbild Grundbegriffe der |
Das Menschenbild Alfred Adlers |
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Die Individualpsychologie geht nicht von einzelnen Elementen aus, sondern vom Menschen als einem organischen Ganzen. Adlers Lehre ist zudem eine Sozialpsychologie der Persönlichkeit. Der Charakter bildet sich als Resultat der Begegnung mit anderen Menschen, das ganze seelische Geschehen ist darauf ausgerichtet, einen Platz in der Gemeinschaft zu finden. Die Gemeinschaft ist andererseits zu ihrer Verwirklichung und Entfaltung auf das Individuum genauso angewiesen, wie das Individuum zu seiner Selbstentfaltung die Gemeinschaft braucht. Damit leugnet Adler nicht Widersprüche zwischen individuellen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Anforderungen, er wendet sich aber gegen die Annahme einer (der Freudschen Psychologie immanenten) "(quasi)naturgesetzlichen Verankerung dieser Widersprüche und die kulturpessimistische Sichtweise" (Antoch, 1981). Er stand dem Gedanken des Sozialismus nahe, lehnte den Bolschewismus aber als untaugliches Mittel zur Erreichung des Sozialismus ab, weil er selbst auf Macht gegründet sei. In einem späten Beitrag verweist er darauf, „dass der ehrliche Psychologe seine Augen nicht davor verschließen kann, dass es Zustände gibt, die das Eingehen des Kindes in die Gemeinschaft (...) verhindern und es aufwachsen lassen wie im Feindesland. Deshalb muss er aufklärend wirken auch gegen schlecht verstandenen Nationalismus, wenn dieser die allmenschliche Gemeinschaft schädigt.“ (Adler, 1934, zitiert nach Ansbacher & Ansbacher, 1982) |
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